Marienburg – Monument der deutsch-polnischen Geschichte

Seit über 700 Jahren steht die imposante, mittelalterliche Klosterfestung an einem Mündungsarm der Weichsel und zieht jährlich Tausende Touristen an. Das Flair einer schon längst vergangenen Epoche und die Geschichte des mächtigen Kreuzritterordens sind dort immer noch lebhaft.

Ereignisreiche Geschichte, die sich am Backstein abgezeichnet hat

Schloss in MarienburgMit dem Bau der Marienburg (poln. Malbork) hat der deutsche Orden schon im Jahre 1274 begonnen, um fast 40 Jahre später die imposante Festungsanlage zu seinem Hochmeistersitz zu machen. Die mittelalterliche Klosterfestung war komplett aus Backstein erbaut und bildet heutzutage den größten Backsteinbau der Welt. Insgesamt 147 Jahre lang blieb das Schloss im Besitz der Kreuzritter, die sich Christianisierung des Ostens zum Ziel setzten. Die im Jahre 1360 gebaute Kirche stand somit im Mittelpunkt. Im Jahre 1455 wurde die Klosterfestung dem polnischen König verkauft, um sich im Zuge des Thorner Friedens von 1466 auf der polnischen Landeskarte zu befinden. Lange konnte aber die Burg nicht ihre Ruhe genießen. Polnisch-schwedische Kriegen haben an der Marienburg schwere Schaden überlassen, um dann durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III restauriert zu werden. Während des zweiten Weltkrieges diente die Burg als militärischer Stützpunkt. Zu sechzig Prozent zerstört, landete sie wieder auf der Landeskarte Polens.

Ein imponierender Baukomplex, der für Touristen offen steht

Von polnischen Restauratoren wiederaufgebaut wurde Marienburg in die UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und bildet heute Hauptanziehungspunkt für die Touristen aus Polen und Deutschland. Für die Besichtigung des ganzen Baukomplexes, der eine imponierende Fläche von 20 Hektar hat, braucht man jetzt drei Stunden. Den ältesten Teil der Marienburg bildet das Hochschloss mit dem Danzker, der Goldenen Pforte und dem den Konventsremter, in dem sich die Ausstellung über die ganze Geschichte der Marienburg befindet. Eine Brücke teilt das Hochschloss von dem Mittelschloss, wo sich der Große Remter – eine der größten Säle Europas damaliger Zeit, befand. Jetzt ist die eindrucksvolle Bernsteinausstellung im Mittelschloss für die Touristen offen.

Bildautor: michalski, Bildname: Zamek w Malborku, Bildquelle: sxc.hu

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